Aachener Vertrag frankreich

Ziel des Vertrages ist es unter anderem, die kulturelle Vielfalt zu stärken und die Sicherheitsinteressen beider Länder aufeinander abzustimmen. Das Goethe-Institut und das Institut Franéais planen, auf der Grundlage des Aachener Vertrags gemeinsam Kultureinrichtungen in Erbil, Bischkek, Rio de Janeiro und Palermo zu eröffnen. [5] Darüber hinaus zielt der Vertrag darauf ab, die Zusammenarbeit der Verteidigungspolitik beider Länder zu intensivieren, einschließlich der gegenseitigen Hilfe in potenziellen Krisensituationen. [6] Die beiden Staats- und Regierungschefs unterzeichneten den Aachener Vertrag, einen 16-seitigen Vertrag zur Förderung der Zusammenarbeit in Bereichen wie Außenpolitik, Verteidigung, Handel, Mobilität und Forschung. Die Zeremonie fand im historischen Krönungssaal der westdeutschen Stadt genau 56 Jahre nach der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags statt, einem hochsymbolischen Nachkriegsabkommen, das darauf abzielte, Jahrhunderte der Feindschaft zwischen den beiden Ländern zu begraben. Der Aachener Vertrag besteht aus insgesamt 28 Artikeln. Die sechs Hauptkapitel des Vertrags sind beschriftet: Das Wesen des Elysee-Vertrags, der lediglich einen Kooperationsprozess beschreibt, muss nicht geändert werden – aber diese neue Verlängerung soll eine politische Botschaft aussenden, nämlich dass Berlin und Paris die nächste Stufe der deutsch-französischen Zusammenarbeit angehen und den Boden für eine EU-Reform bereiten wollen. Gleichzeitig wird die verstärkte Partnerschaft als Herausforderung für den zunehmenden Populismus und Nationalismus in Europa angesehen. Ein Folgepakt zum Elysee-Vertrag markiert die jüngste Geste der Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland. Der neue bilaterale Pakt verspricht eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationen und ebnet den Weg für EU-Reformen. Weiterlesen: Meinung: Ein deutsch-französischer politischer Frühling Der französische Präsident Emmanuel Macron warnte bei der Unterzeichnung, dass diejenigen, „die den Wert der deutsch-französischen Aussöhnung vergessen, sich zu Komplizen der Verbrechen der Vergangenheit machen.

Diejenigen, die Lügen verbreiten, verletzen dieselben Menschen, die sie zu verteidigen vorgeben, indem sie versuchen, die Geschichte zu wiederholen.” Das ärgert fast alle anderen. Große und mittlere Länder fühlen sich ausgeschlossen. Kleine Länder ärgern sich darüber, dass sich die Großmächte durchsetzen. Föderalisten beklagen mangelnden Ehrgeiz, und Die Euroskeptiker prangern unerträglichen Expansionismus an. Im Januar 2018 einigten sich Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Macron darauf, einen neuen, ehrgeizigen deutsch-französischen Vertrag auszuhandeln, um eine neue Ebene der bilateralen Zusammenarbeit zu schaffen, auf der sich Deutschland und Frankreich gemeinsam auf die anstehenden herausforderungen in europa-, außen-, sicherheits-, sozial- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen vorbereiten können. Der neue Vertrag wird am 22. Januar 2019 – dem Deutsch-Französischen Tag zum Gedenken an die Unterzeichnung des Elysée-Vertrags 1963 – in Aachen unterzeichnet.